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Bayern
Innen Träumerin, außen Realistin, Liebhaberin der klassischen Musik, der Kunst, Verfechterin des Glaubens an Gott, Gedankenreisende, Gerechtigkeitliebende.

Donnerstag, 8. März 2012

Internationaler Frauentag

Zum Nachdenken


Wie viele Frauen werden wohl auf der Welt unterdrückt? Es werden Milliarden sein.
Sie sitzen in Gefängnissen, werden von  Männern geschlagen, verleumdet, zum Sex gezwungen, erpresst und mit dem Entzug der Lebensgrundlage bedroht.
Sie werden ausgenutzt: Körperlich, seelisch, emotional, ökonomisch.
Sie erarbeiten mehr als die Hälfte des Wirtschaftsprodukts und sind dennoch schlecht bezahlt, machen seltener Karriere.
Kinder gebären und selbst großziehen wird auch in Deutschland noch nicht genügend wertgeschätzt.



Töpfermarkt in Rostock, August 2012


Frauen haltet den Kopf nach oben - nein nicht hochmütig, aber seid euch eures Wertes bewusst, mit dem Gesicht im Licht!
Das wünschte ich heute allen Frauen dieser Welt.

Dienstag, 6. März 2012

Dante und Beatrice und die Kraft der Liebe in der „Göttlichen Kömödie“


... Im Auftrag Beatrices wurde Dante im Fluss Lethe gebadet und er verlor die bösen Erinnerungen,  nach dem Bad im Fluss Eunoe erstanden ihm die guten Erinnerungen neu, nur sie haben nun Bestand für die Ewigkeit.

Dante fliegt mit Beatrice  in eine bessere Welt.
In ihren Augen spiegelt sich die göttliche Ordnung.
Durch sie, die er zärtlich liebte, wird Dante zu den Seelen des Lichts gebracht.
Er selbst wird zu einer Seele des Lichts.
Allein durch ihre tiefe, seelische Liebe wird er gerettet.

Dante Alighieri,
Medaillon an der Biblioteca Nazionale, Firenze


La Divina Commedia - eine "Göttliche Komödie“!

Wie viel Wahres steckt darin und welche Sehnsucht.
Die Sehnsucht, dass man durch die Liebe erlöst wird und zugleich der Wunsch eines jeden Menschen, dass etwas von seinen guten Seiten der Welt in Erinnerung bliebe.

Gott – andere nennen ihn "das Schicksal" – hat uns mit einem ausgesprochen löcherigen Erinnerungsvermögen ausgestattet. Gott sei Dank!


Weil wir dieses Glück haben, bleibt das Gute und das Schöne, das Menschen miteinander erleben durften, im Gedächtnis erhalten. Wir hüten diese Momente unseres Lebens wie einen wertvollen Schatz, auf den wir jeder Zeit zurückgreifen können, wenn es uns schlecht geht.

Samstag, 3. März 2012

Trost und Frieden - An den Mond


Trost und Frieden. Ich kenne kein tieferes Gedicht. 





Johann Wolfgang von Goethe 
 
An den Mond 
 
Füllest wieder Busch und Tal
Still mit Nebelglanz,
Lösest endlich auch einmal
Meine Seele ganz;
 
Breitest über mein Gefild
Lindernd deinen Blick,
Wie des Freundes Auge mild
Über mein Geschick.
 
Jeden Nachklang fühlt mein Herz
Froh- und trüber Zeit,
Wandle zwischen Freud‘ und Schmerz
In der Einsamkeit.
 
Fließe, fließe, lieber Fluß!
Nimmer werd‘ ich froh,
So verrauschte Scherz und Kuß,
Und die Treue so.
 
Ich besaß es doch einmal,
Was so köstlich ist!
Daß man doch zu seiner Qual
Nimmer es vergißt!

Rausche, Fluß, das Tal entlang,
Ohne Rast und Ruh,
Rausche, flüstre meinem Sang
Melodien zu,
 
Wenn du in der Winternacht
Wütend überschwillst,
Oder um die Frühlingspracht
Junger Knospen quillst.
 
Selig, wer sich vor der Welt
Ohne Haß verschließt,
Einen Freund am Busen hält
Und mit dem genießt,
 
Was, von Menschen nicht gewußt
Oder nicht bedacht,
Durch das Labyrinth der Brust
Wandelt in der Nacht.
 
(Goethes Werke. Hamburger Ausgabe. Hg. v. Erich Trunz. Bd. 1,1. Hamburg 1978, S. 129-130.)

Sonntag, 26. Februar 2012

Schweigen


Die Hände hab‘ ich selber mir gebunden,
den Mund mit einem Tuch erstickt.
denn das Gewissen spricht,
ich spreche nicht.
Ich kann nicht mehr,
ich darf nicht mehr.
Die feinen Fäden der Musik
sind nun gekappt.
Am Lido von Venedig alles still,
getilgt das Abschiedslied,
das Gustav Alma nachgesandt.



Und  im Atlantik?
Da schlugen über meinem Kopf
doch wilde Wellen hoch zusammen.
Ich sprang vor Freude aus dem Nass
und fiel doch tief.
Denn dafür war ich nicht gemacht
und ich verschwand vom Horizont,
sank hin zu meinem Meeresgrund
als stummer Fisch.





Dort ziehe ich die alten Kreise,
schweigend, träumend, dankbar, leise.