Nehmen wir einmal an, Sie hätten vor vielen Jahren von Ihrer(m) Herzallerliebste(n) eine Rose zum ersten Rendevous geschenkt bekommen. Nehmen wir an, Sie hätten die Rose, die Sie an eine herrliche Zeit und die Bindung zu einem wunderbaren Menschen erinnert, aufbewahrt und wie ihren Augapfel gehütet. Seit Jahren hängt sie nun kopfunter in einer Ecke Ihrer Wohnung.
Da betritt eines Tages ein Ordnungsfanatiker ihre Wohnung und nimmt die Rose herunter, zerknickt sie und schmeißt sie in den Papierkorb. Sein Kommentar: "Zwecklos, nutzlos, gefährlich, gesundheitsschädlich, nur eine dumme Sentimentalität!"
Was würden Sie diesem Ordnungshüter sagen? Welche Emotionen würden sich hochschaukeln?
Wir haben als Außenstehende nicht das Recht in religiöse Rituale anderer Religionen einzugreifen. Änderungen können nur aus der Religion selbst erfolgen.
Die Beschneidung jüdischer und muslimischer männlicher Säuglinge kann nicht von einem deutschen, säkularen Richter gemaßregelt werden, auch, wenn mit dem Schutz der Unversehrtheit argumentiert wird.
Elternrecht, Religionsfreiheit, Recht auf Unversehrheit stehen scheinbar in diesem Zusammenhang auf Kollisionskurs. Es sollte klar sein, dass auch Jesus als Jude selbstverständlich ein Beschnittener war.
Justitia, lass Dein Schwert sinken und urteile nicht!
In unserer säkularisierten Zeit muss man feinfühliger reagieren und genau abwägen.
Man bedenke dabei, wie viele Dinge von allen Eltern für ihre Kinder vorbestimmt werden:
die Muttersprache, der Aufenthaltsort des Kindes, die Wahl der Schulen, der Ärzte, der Operationen, letztlich auch die Zugehörigkeit zu einer Religion oder die Entscheidung zu einem nicht religiös bestimmten Leben.
Man bedenke, dass z. B. eine Impfung oder ein Piercing am Ohr dann ebenfalls eine von den Eltern bestimmte Körperverletzung wäre.
Man bedenke aber auch, dass die Frauenbeschneidung keinen Hintergrund im Koran hat und deshalb mit Recht als schwere Körperverletzung bezeichnet und verboten werden muss.
Über mich
- Frieda
- Bayern
- Innen Träumerin, außen Realistin, Liebhaberin der klassischen Musik, der Kunst, Verfechterin des Glaubens an Gott, Gedankenreisende, Gerechtigkeitliebende.
Sonntag, 15. Juli 2012
Dienstag, 3. Juli 2012
Mühsam von unten nach oben
Vor einigen Jahren hatte ich ein Lungenvirus,
das Atmen fiel mir schwer, eine Strecke von
500 Metern schien mir wie ein Marathonlauf.
Kleinste Steigungen brachten mich außer Atem.
Erst dachte ich an eine Herzkrankheit, aber
der Arzt war schnell mit der Diagnose sicher.
Ich quälte mich ein halbes Jahr, hatte sogar beim Sprechen
Schwierigkeiten und rang um Luft.
Das öffentlich Singen wurde unmöglich.
Ich sang also ein halbes Jahr nur für mich und erprobte,
wie lange ich einen Ton halten konnte. Es war spärlich.
Treppen wurden mein Trainingsgebiet.
Wie viele Treppenstufen heute?
Wie viele Stufen morgen? Schaffe ich
morgen eine mehr?
Jetzt geht es mir wieder ähnlich,
aber nicht, weil ich körperlich krank bin,
sondern,
weil ich aus einem Verließ heraus muss.
Heute eine Treppenstufe und morgen drei, übermorgen vier und dann noch drei.
Wenn ich oben bin,
dann bin ich höchstens im ersten Stock,
aber auch von dort hat man schon eine gute Aussicht und das Leben zeigt sich im Grün der Pflanzen, je höher ich steige.
Wie viele Stockwerke muss ich steigen, um zu Gott zu
gelangen? Sagt es mir!
das Atmen fiel mir schwer, eine Strecke von
500 Metern schien mir wie ein Marathonlauf.
Kleinste Steigungen brachten mich außer Atem.
Erst dachte ich an eine Herzkrankheit, aber
der Arzt war schnell mit der Diagnose sicher.
Ich quälte mich ein halbes Jahr, hatte sogar beim Sprechen
Schwierigkeiten und rang um Luft.
Das öffentlich Singen wurde unmöglich.
Ich sang also ein halbes Jahr nur für mich und erprobte,
wie lange ich einen Ton halten konnte. Es war spärlich.
Treppen wurden mein Trainingsgebiet.
Wie viele Treppenstufen heute?
Wie viele Stufen morgen? Schaffe ich
morgen eine mehr?
Jetzt geht es mir wieder ähnlich,
aber nicht, weil ich körperlich krank bin,
sondern,
weil ich aus einem Verließ heraus muss.
Heute eine Treppenstufe und morgen drei, übermorgen vier und dann noch drei.
Wenn ich oben bin,
dann bin ich höchstens im ersten Stock,
aber auch von dort hat man schon eine gute Aussicht und das Leben zeigt sich im Grün der Pflanzen, je höher ich steige.
Wie viele Stockwerke muss ich steigen, um zu Gott zu
gelangen? Sagt es mir!
Mittwoch, 27. Juni 2012
Die Farbe Grau
An manchen Tagen liege ich brach, wie ein Feld.
Alles, was vorher so wichtig war, ist untergepflügt.
Ich lebe, aber die Farben des Lebens sind ein Grau.
Alles, was vorher so wichtig war, ist untergepflügt.
Ich lebe, aber die Farben des Lebens sind ein Grau.
Der Lichtstrahl, der mich meistens trägt,
hat sich hinter einem Grabkreuz versteckt.
Geistergesichter besuchen mich im nächtlichen Traum.
Gesten und Stimmen, die ich aus der Vergangenheit erinnere.
Mein Unterbewußtsein wohnt in dunklen Wolken.
Aus Zeitgenossen wurden Zeitversetzte.
Du in der Ewigkeit, ich immer noch im Hier und Jetzt.
Aber da ist Christus ..., der Auferstandene,
der Urquell unseres Glaubens!
hat sich hinter einem Grabkreuz versteckt.
Geistergesichter besuchen mich im nächtlichen Traum.
Gesten und Stimmen, die ich aus der Vergangenheit erinnere.
Mein Unterbewußtsein wohnt in dunklen Wolken.
Aus Zeitgenossen wurden Zeitversetzte.
Du in der Ewigkeit, ich immer noch im Hier und Jetzt.
Aber da ist Christus ..., der Auferstandene,
der Urquell unseres Glaubens!
Ich reiße die Augen auf
und sehe über Deinem Grab den lichten Himmel.
"Gräm Dich nicht", hörte ich Dich sagen,
und sehe über Deinem Grab den lichten Himmel.
"Gräm Dich nicht", hörte ich Dich sagen,
auch schon im Moment als meine Rosen
in der tiefen Grube Deinen Sarg berührten.
"Der Wind bläst die grauen Wolken fort.
Im Grauen endet nur das Körperliche.
Tränen sind die Quellen in der Wüste.
Ich bin auf dem Weg zur himmlischen Oase,
in der tiefen Grube Deinen Sarg berührten.
"Der Wind bläst die grauen Wolken fort.
Im Grauen endet nur das Körperliche.
Tränen sind die Quellen in der Wüste.
Ich bin auf dem Weg zur himmlischen Oase,
gräm Dich nicht!"
Donnerstag, 14. Juni 2012
Moldau, Bach und in the air und dennoch smile!
Bist du bei mir
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
Bist du bei mir
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
Ach, wie vergnügt
wär so mein Ende,
es drückten
deine schönen
Hände mir
die getreuen Augen zu.
Ach, wie vergnügt
wär so mein Ende,
es drückten
deine schönen
Hände mir
die getreuen Augen zu.
Bist du bei mir
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
Bist du bei mir
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
Ach, wie vergnügt
wär so mein Ende,
es drückten
deine schönen
Hände mir
die getreuen Augen zu.
Ach, wie vergnügt
wär so mein Ende,
es drückten
deine schönen
Hände mir
die getreuen Augen zu.
Bist du bei mir
geh ich mit Freuden
zum Sterben
und zu meiner Ruh
zum Sterben
und zu meiner Ruh.
Dienstag, 12. Juni 2012
Trauer
Einer, der mich fast ein ganzes Leben begleitet hat,
ist für immer in die heiligen Gefilde hinauf gestiegen.
Ein überraschendes Gehen! Wer will so etwas wahrhaben?
Morgen wird eine große Trauergemeinde seinen Körper zu letzten Ruhe begleiten.
Sein Geist, seine Gedanken werden weiter leben,
- auch in mir und dafür bin ich zutiefst dankbar.
Aber ich bin traurig, so sehr traurig, dass ich nicht mehr mit ihm sprechen konnte.
Er ist gegangen ohne je wissen zu dürfen, wie sehr ich ihn liebte.
Möge Gott ihn aufnehmen in die ewigen Himmel, möge ER ihn aus den irdischen, dunklen Wolken in die Klarheit und Gewissheit eines grenzenlosen Glückes und des ewigen Friedens heben.
Möge ER ihm seine Treue als Gottes Diener auf Erden reich vergelten.
ist für immer in die heiligen Gefilde hinauf gestiegen.
Ein überraschendes Gehen! Wer will so etwas wahrhaben?
Morgen wird eine große Trauergemeinde seinen Körper zu letzten Ruhe begleiten.
Sein Geist, seine Gedanken werden weiter leben,
- auch in mir und dafür bin ich zutiefst dankbar.
Aber ich bin traurig, so sehr traurig, dass ich nicht mehr mit ihm sprechen konnte.
Er ist gegangen ohne je wissen zu dürfen, wie sehr ich ihn liebte.
Möge Gott ihn aufnehmen in die ewigen Himmel, möge ER ihn aus den irdischen, dunklen Wolken in die Klarheit und Gewissheit eines grenzenlosen Glückes und des ewigen Friedens heben.
Möge ER ihm seine Treue als Gottes Diener auf Erden reich vergelten.
Sonntag, 10. Juni 2012
Hermann Hesse - Montagnola
| Hermann und Ninon Hesse ruhen auf dem Friedhof von Gentilino, ebenso ihre Freude Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings |
An den Glasperlenspieler,
an den Maler mit den Farben des Tessins,
an den Gärtner
der Worte,
an den Seher,
an den Strohhuträger,
an den Brillensammler,
an den Liebhaber von Ninon
und anderer herrlicher Frauen.
An den Geher im Nebel,
an den, der Stufen hinauf und hinunter stieg,
an den Ehrenbürger von Montagnola,
an den buddhistisch-christlichen Missionar,
an den Anti-Faschisten und Anti-Kommunisten,
an Klingsor,
an den Weisen hoch in den Wäldern des Tessins.
| Hesses Schreibmaschine und sein Schreibtisch |
Am 9. August 2012 ist Hesses 50. Todestag.
Ich verbrachte letzte Woche eine wunderbare Zeit in Montagnola und Umgebung und war wieder einmal auf seinen Spuren.
Donnerstag, 7. Juni 2012
Fronleichnam - Das Fest des Zeigens, das Fest des Bezeugens
In der Monstranz zeigen wir katholischen Christen
den Leib Christi.
Nicht den Körper, sondern den Leib.
Der Leib ist die sichtbare Hostie, in der
Christus, der Auferstandene
leibhaftig anwesend ist.
Christus schenkt sich uns ganz in einem Stück Brot.
Er sorgt so für Leib und Seele.
So lange wir leben, sind wir auf das Sichtbare angewiesen.
In vielen Bereichen unseres Daseins leben wir aber auch mit dem Unsichtbaren.
Begriffe wie Treue, Liebe und Vertrauen sind unsichtbar.
An Fronleichnam geht es um die Sichtbarkeit der verlässlichen
Treue Gottes zu uns.
Gott geht jeden unserer Wege mit, egal, wie schwer oder leicht sie uns fallen.
An Fronleichnam tragen wir ihn hinaus
aus den Kirchen und machen unseren
Glauben, der oft nur noch etwas Privates ist,
ganz öffentlich.
Denn es ist wichtig, ein öffentlicher Christ zu sein,
z. B. im Handeln für die Schöpfung, im Handeln
gegen soziale Ungerechtigkeiten, im Protestieren,
dort, wo Menschenrechte verletzt werden.
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